Winterportulak ist ein schnell wachsendes, winterhartes einjähriges Blattgemüse, das wegen seiner frischen, saftigen und besonders nährstoffreichen Blätter geschätzt wird. Die Pflanzen bilden Rosetten aus kleinen, hell- bis dunkelgrünen Blättern an feinen Stielen und gedeihen hervorragend während der kühleren Monate des Jahres. Da Winterportulak auch bei niedrigen Temperaturen gut wächst, eignet er sich ideal für den Anbau im Herbst, Winter und zeitigen Frühjahr. Obwohl dieses Gemüse früher weit verbreitet war, zählt es heute zu den sogenannten vergessenen Gemüsesorten, obwohl es einfach anzubauen, ausgesprochen schmackhaft und äußerst gesund ist.
Kulinarisch ist Winterportulak äußerst vielseitig. Die zarten, knackigen Blätter besitzen einen frischen, leicht nussigen Geschmack mit einer dezent säuerlichen Note. Junge Blätter schmecken roh hervorragend in Salaten, als Rohkost, auf Broten und Sandwiches sowie in Wraps und Smoothies. Außerdem kann Winterportulak kurz gedünstet oder gekocht und wie Spinat in Stampfgerichten, Suppen, Quiches, Omeletts, Pasta und Pfannengerichten verwendet werden. Er harmoniert ausgezeichnet mit Kartoffeln, Eiern, Sahne, Butter, Knoblauch, Zwiebeln, Speck, Lachs, Nüssen sowie milden Käsesorten wie Ziegenkäse und Feta. Um die Vitamine, den frischen Geschmack und die knackige Struktur bestmöglich zu erhalten, sollte Winterportulak nur kurz gegart werden. Frisch geerntet schmeckt er am besten und enthält die meisten wertvollen Nährstoffe. Winterharte Einjährige. Höhe: 30 - 60 cm.
Außen säen: Anfang August - Anfang September
Entkeimen: 3 - 7 Tage
Keimtemperatur: 15 - 20 °C
Saattiefe: Oberflächlich
Pflanzabstand: 5 - 10 cm
Abstand zwischen die Reihen: 20 cm
Standort: sonnig - halb Schatten
Tage bis Ernte: 30 - 35 Tage
Winterportulak wird direkt ins Freiland gesät und wächst am besten während der kühleren Monate des Jahres. Säen Sie von Anfang August bis Anfang September in gut gelockerten, feuchten und humusreichen Boden an einem sonnigen Standort oder in leichter Halbschattenlage. Da Winterportulak ein Lichtkeimer ist, dürfen die Samen nicht mit Erde bedeckt werden. Drücken Sie die Samen nach der Aussaat vorsichtig an oder harken Sie sie nur ganz leicht in die obersten Millimeter des Bodens ein. Säen Sie in Reihen mit einem Abstand von etwa 20 cm. Halten Sie den Boden während der Keimung gleichmäßig feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe. Bei einer Bodentemperatur von 15 bis 20 °C erscheinen die ersten Keimlinge in der Regel bereits nach 3 bis 7 Tagen.
Stehen die Pflanzen zu dicht, sollten sie auf einen Abstand von 5 bis 10 cm vereinzelt werden. Dadurch erhalten sie genügend Platz, um kompakte Blattrosetten zu bilden, und die bessere Luftzirkulation verringert das Risiko von Pilzkrankheiten. Winterportulak wächst schnell und kann meist schon 30 bis 35 Tage nach der Aussaat geerntet werden. Die Pflanzen sind dann etwa 10 bis 15 cm hoch. Ernten Sie vorzugsweise die äußeren Blätter und lassen Sie das Herz der Pflanze stehen. Dadurch wächst die Pflanze weiter und ermöglicht eine oder mehrere weitere Ernten.
Winterportulak verträgt mäßigen Frost und wächst auch bei niedrigen Temperaturen weiter. Bei stärkerem Frost verlangsamt sich das Wachstum, die Pflanzen erholen sich jedoch meist, sobald die Temperaturen wieder steigen. Nach der Ernte bleiben die Blätter höchstens zwei Tage frisch, wenn sie in ein feuchtes Tuch gewickelt im Kühlschrank aufbewahrt werden. Für den besten Geschmack und den höchsten Nährwert sollte Winterportulak jedoch möglichst direkt nach der Ernte verzehrt werden. Die jungen Blätter schmecken hervorragend roh in Salaten und als Rohkost, können aber auch kurz gedünstet oder gekocht und wie Spinat in Stampfgerichten, Suppen, Quiches und anderen warmen Gerichten verwendet werden.