Wasserspinat auch Kangkong und Kangkung genannt, stammt ursprünglich aus dem tropischen Afrika, Indien und Südostasien. Dort wächst er unter idealen Bedingungen auf sehr feuchten Böden bei Temperaturen zwischen 25 und 35 °C. In seiner Heimat ist Wasserspinat eine mehrjährige Pflanze, in unserem Klima kann er jedoch nur einjährig kultiviert werden. Wasserspinat ist nicht mit dem Echten Spinat verwandt. Dieses schnell wachsende tropische Blattgemüse gehört zur Familie der Windengewächse und ist mit der Süßkartoffel verwandt. Trotz seines Namens muss Wasserspinat nicht im Wasser angebaut werden. Solange der Boden gleichmäßig feucht bleibt, kann die Pflanze an einem sonnigen, geschützten Standort im Freiland kultiviert werden. Die Pflanze besitzt lange, flache grüne Blätter und hohle Stängel. Ihr Geschmack erinnert an eine Mischung aus Spinat und Endivie. Wasserspinat ist eine beliebte Zutat in der asiatischen und surinamischen Küche. Wasserspinat wird gelegentlich als invasive Pflanze eingestuft. Dies lässt sich jedoch leicht verhindern, indem die Pflanzen in großen Töpfen oder Pflanzgefäßen kultiviert werden. Achten Sie dabei darauf, dass sie niemals austrocknen. Außerdem können die Blüten entfernt werden, bevor sie Samen bilden. Dadurch wird gleichzeitig die Bildung neuer zarter Blätter und Stängel gefördert.
Wasserspinat ist sehr nährstoffreich und enthält zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe. Dazu gehören die Vitamine A, B1, B2, B5, B6, B9 und C sowie Calcium, Phosphor, Eisen, Kalium, Kupfer, Magnesium, Mangan, Natrium, Selen, Zink und Schwefel. Darüber hinaus enthält das Gemüse verschiedene Aminosäuren, Eiweiße und Kohlenhydrate und ist – wie viele andere Blattgemüse – kalorienarm. Wasserspinat kann ähnlich wie Spinat zubereitet werden und eignet sich hervorragend zum Dünsten, Dämpfen oder Wokbraten. Die jungen Blätter können auch roh in Salaten verwendet werden. Ältere Stängel sollten jedoch nicht verwendet werden, da sie sehr faserig sind. Am besten wird Wasserspinat möglichst frisch nach der Ernte verarbeitet. Er kann jedoch 1 - 2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden, wenn er in einem Plastikbeutel oder in feuchtes Küchenpapier gewickelt wird. Nicht winterharte Mehrjährige. Höhe: 25 - 55 cm.
Vorquellen: 6 - 12 Stunden
Innen säen: April - Mai
Entkeimen: 7 - 14 Tage
Keimtemperatur: 20 - 25 °C
Saattiefe: 1½ - 2 cm
Pflanzabstand: 15 - 20 cm
Abstand zwischen die Reihen: 30 - 40 cm
Standort: sonnig - geschützt
Tage bis Ernte: 60 - 90 Tage
Um die Keimdauer der Wasserspinat-Samen zu verkürzen, können die Samen 6 - 12 Stunden vor der Aussaat in Wasser eingeweicht werden. Trotz seines Namens muss Wasserspinat nicht im Wasser angebaut werden. Es handelt sich jedoch um eine tropische Pflanze, die natürlicherweise in warmem und feuchtem Klima wächst. Sie verträgt Hitze sehr gut, ist jedoch empfindlich gegenüber Kälte und Trockenheit. Samen, Keimlinge und ausgewachsene Pflanzen sollten stets gleichmäßig feucht gehalten werden. Sinkt die Temperatur unter 10 °C, stellt die Pflanze ihr Wachstum ein. Frost ist äußerst schädlich und kann zum Absterben der Pflanzen führen. Die ideale Wachstumstemperatur liegt zwischen 20 und 35 °C, wobei höhere Temperaturen das Wachstum besonders fördern.
Säen Sie die Samen ab April in Töpfe mit gut angefeuchteter Blumenerde, die mit Vermiculit gemischt wurde. Sorgen Sie für eine möglichst konstante Keimtemperatur von 20 - 25 °C. Temperaturen unter 20 °C sind für eine erfolgreiche Keimung ungeeignet. Stellen Sie die Töpfe in ein Zimmergewächshaus, um Temperatur und Luftfeuchtigkeit möglichst konstant zu halten. Achten Sie besonders darauf, dass die Temperatur nachts nicht absinkt. Befeuchten Sie die Erde und die Samen regelmäßig mit einer Sprühflasche. Die Samen des Wasserspinats dürfen niemals austrocknen.
Da Wasserspinat nicht frosthart ist, dürfen die Pflanzen erst ins Freiland oder in ein ungeheiztes Gewächshaus gesetzt werden, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind und die Nachttemperaturen dauerhaft über 0 °C liegen. Ab Mitte Mai oder gegebenenfalls später können die Jungpflanzen in ein ungeheiztes Gewächshaus an einen sonnigen Standort mit gut durchlässigem Boden gesetzt werden. Alternativ können sie auch an einem sonnigen, geschützten Platz im Freiland mit guter Drainage ausgepflanzt werden. Besonders zu Beginn kann es etwas dauern, bis die Pflanzen zu wachsen beginnen. Bei Tagestemperaturen von etwa 22 °C setzt jedoch ein kräftiges Wachstum ein. Es ist sehr wichtig, die Pflanzen stets gleichmäßig feucht zu halten. Achten Sie insbesondere bei Trockenheit darauf, dass sie nicht austrocknen. Halten Sie den Boden feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe.
Wie alle Blattgemüse hat Wasserspinat einen hohen Stickstoffbedarf. Düngen Sie die Pflanzen wöchentlich mit einem Flüssigdünger, beispielsweise Tomatendünger. Geerntet werden die Blätter und die jungen Stängel. Da Wasserspinat zur Familie der Windengewächse gehört, bildet er leicht lange kletternde Triebe. Durch regelmäßiges Ernten wird dies eingeschränkt und die Pflanze bildet fortlaufend neue Blätter und zarte Triebe. Bereits etwa 60 Tage nach der Aussaat kann mit der Ernte begonnen werden. Die Blätter und zarten Stängel schmecken am besten frisch geerntet. Bei Bedarf können die Blätter in feuchtes Küchenpapier gewickelt 1 - 2 Tage im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahrt werden. Wasserspinat ist nicht zum Einfrieren geeignet. Da die Pflanze in unserem Klima nicht winterhart ist, wird sie einjährig kultiviert.