Wasserminze gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), genau wie Pfefferminze, Bergbohnenkraut, Korsische Minze, Katzenminze, Zitronenmelisse, Echter Lavendel, Echter Majoran, Goldnessel, Kriechender Thymian, Rosmarin und Wollige Minze. Ursprünglich stammt sie aus Europa, Asien, Australien, Neuseeland, Afrika und Nordamerika. Wasserminze gedeiht besonders gut auf feuchten Böden und eignet sich hervorragend für Standorte an oder in Teichen, an Gräben und Ufern, in Sümpfen, feuchten Dünentälern und Röhrichtflächen. Wie viele andere Lippenblütler breitet sie sich leicht durch Selbstaussaat und unterirdische Ausläufer aus.
Wasserminze ist eine pflegeleichte Pflanze, die dazu beitragen kann, das Wasser im Gartenteich sauber zu halten und den Sauerstoffgehalt zu verbessern. Außerdem enthält sie zahlreiche essenzielle Mineralstoffe und Spurenelemente. Aus den Blättern lässt sich ein aromatischer Minztee zubereiten. Wasserminze ist eine mehrjährige, sehr robuste, starkwüchsige und invasive Pflanze mit charakteristischen rötlich-lilafarbenen Blüten. Sie verströmt einen intensiven Pfefferminzduft. An einem hellen, sonnigen Standort ist sie vollkommen winterhart und verträgt auch strenge Kälte. Die Blütezeit reicht von Juli bis Oktober. Wasserminze ist bei Bienen, Schmetterlingen und vielen anderen Nützlingen äußerst beliebt. Besonders die Minzmotte nutzt Wasserminze als Nahrungspflanze für ihre Raupen. Im Winter zieht sich die Pflanze vollständig zurück und ist nicht immergrün. Winterharte Mehrjährige. Höhe: 50 - 60 cm.
Innen säen: März - April
Außen säen: April - Juni
Entkeimen: 10 - 21 Tage
Keimtemperatur: 15 - 20 °C
Saattiefe: Oberflächlich
Pflanzabstand: 10 - 20 cm
Standort: sonnig - halb Schatten
Blütezeit: Juli - Oktober
Erntezeit: Juni - November
Wasserminze kann ab März in Aussaatschalen mit gut angefeuchteter Blumenerde im Haus ausgesät werden. Etwas Perlit sorgt für eine lockerere Erde. Die Samen dünn und oberflächlich aussäen. Nicht mit Erde bedecken, sondern nur leicht andrücken. Das Substrat stets feucht, aber nicht nass halten, damit die Samen nicht faulen. Die Aussaatschalen mit einem Deckel oder einer Klarsichtfolie abdecken. Nach etwa 10 Tagen erscheinen die ersten Keimlinge. Da die Samen nicht alle gleichzeitig keimen, kann sich die Keimung über einen längeren Zeitraum erstrecken. Die Temperatur sollte möglichst gleichmäßig bleiben und insbesondere nachts nicht absinken. Bei Wasserminze ist es besonders wichtig, dass weder die Aussaat noch die jungen Pflanzen austrocknen. Daher immer gut feucht halten.
Sobald die Keimlinge erscheinen, den Deckel oder die Folie entfernen. Wenn die Pflanzen groß genug zum Anfassen sind, werden sie in einzelne Töpfe pikiert. Ab Anfang Mai können die Jungpflanzen abgehärtet werden. Dazu stellt man sie 10 - 14 Tage tagsüber an einen sonnigen Platz im Freien, damit sie sich an die Außentemperaturen gewöhnen. Anschließend können sie an einen sonnigen, feuchten Standort mit etwas Halbschatten ausgepflanzt werden. Dabei einen Pflanzabstand von 10 - 20 cm einhalten.
Wasserminze kann ab April auch direkt ins Freiland an einem sonnigen, feuchten Standort mit eventuell etwas Halbschatten ausgesät werden. Die Samen nur oberflächlich aussäen und leicht andrücken. Den Boden gleichmäßig feucht und unkrautfrei halten. Die Bodentemperatur sollte mindestens 15 °C betragen, da eine Aussaat bei niedrigeren Temperaturen wenig Erfolg verspricht. Wasserminze stellt nur geringe Ansprüche an den Boden, benötigt jedoch dauerhaft feuchte Bedingungen. Die Blätter können ab Juni geerntet werden und eignen sich auch zum Trocknen. In gut verschlossenen Glas- oder Kunststoffbehältern bleiben die getrockneten Blätter an einem kühlen, trockenen, dunklen und frostfreien Ort etwa ein Jahr haltbar.