Kriechende Gurke wird auch Guadeloupe-Gurke genannt. Diese Pflanze stammt ursprünglich aus dem Südosten der USA, insbesondere aus den Bundesstaaten North und South Carolina, Tennessee, Georgia, Alabama, Florida, Mississippi, Virginia und Kentucky. Die kriechende Kletterpflanze gehört zur Familie der Benincaseae, zu der unter anderem auch die Gattungen Diplocyclos, Cucumis, Lemurosicyos, Ruthalicia, Melothria, Peponium und Zehneria zählen. Sie ist eine stark rankende Pflanze, die eine große Anzahl kleiner, melonenähnlicher Mini-Gurken hervorbringt. Die unreifen Früchte sind essbar. Die reifen, fast schwarzen Früchte dürfen dagegen nicht verzehrt werden, da sie giftig sind. Die reifen Beeren besitzen eine sehr starke abführende Wirkung. Auch die Wurzeln, Blätter, Blüten und Stängel der Pflanze sind giftig. Verwendet werden ausschließlich die jungen, unreifen Früchte. Das Laub verströmt beim Zerreiben einen intensiven Duft nach Gurke. Die Früchte reifen von hellgrün über dunkleres Grün bis hin zu Schwarz. Sobald sie schwarz gefärbt sind, dürfen sie nicht mehr gegessen werden. Die kleinen Früchte ähneln stark winzigen Wassermelonen und unterscheiden sich in ihrer Zeichnung von der bekannten Mausmelone. Die Zeichnung der Kriechenden Gurke ist sehr unregelmäßig und zeigt hellgrüne Muster auf dunkelgrünem Hintergrund.
Die kleinen Früchte werden nur 1 - 2 cm lang. Geschmacklich erinnern sie deutlich an Gurke, ebenso ihr Duft. Einige Früchte können etwas bitterer schmecken als herkömmliche Gurken. Das Fruchtfleisch ist im unreifen Zustand angenehm knackig, wird jedoch mit zunehmender Reife weich und breiig. Die Pflanze benötigt ausreichend Wärme, Sonnenlicht, Wasser und eine stabile Rankhilfe. Sobald sie gut angewachsen ist, hält sie sich mit ihren Ranken selbstständig an geeigneten Stützen fest. Die kleinen gelben Blüten ähneln stark den Blüten gewöhnlicher Gurken. Die jungen, hellgrünen Früchte können Salaten hinzugefügt, frisch als gesunder Snack gegessen oder mit Kräutern in Essig eingelegt werden. Im Winter verliert die Pflanze ihr Laub. Halb winterharte Mehrjährige. Höhe: 350 - 450 cm.
Innen säen: Ende März - mi-Mai
Außen säen: Mai - Juni
Entkeimen: 14 - 42 Tage
Keimtemperatur: 20 - 30 °C
Saattiefe: 1½ - 2cm
Pflanzabstand: 60 - 90 cm
Standort: sonnig und geschützt (Treibhaus)
Erntezeit: September - Oktober
Säen Sie ab März in einzelne Töpfe mit gut angefeuchteter Blumenerde aus. Säen Sie ein Samenkorn pro Topf in einer Tiefe von 1½ - 2 cm. Legen Sie das Saatgut seitlich in die Erde, um Fäulnis zu vermeiden. Bedecken Sie das Saatgut anschließend mit einer Schicht Erde. Für eine erfolgreiche Keimung ist eine Temperatur von mindestens 20 °C erforderlich. Wärmere Bedingungen fördern eine schnellere und zuverlässigere Keimung. Stellen Sie die Töpfe an einen warmen, hellen Standort. Halten Sie die Temperatur möglichst gleichmäßig und vermeiden Sie insbesondere nachts starke Temperaturschwankungen. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, aber nicht nass, da zu viel Feuchtigkeit zu Fäulnis führen kann. Sobald die Sämlinge groß genug sind, um sie zu handhaben, können sie in größere Töpfe umgepflanzt werden.
Ab Mitte Mai, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, stellen Sie die Töpfe tagsüber nach draußen, damit sich die Pflanzen langsam an die Außentemperaturen gewöhnen können. Führen Sie diese Abhärtung etwa 10 Tage lang durch. Danach können die Jungpflanzen an einen sehr sonnigen, geschützten Standort mit gut durchlässigem Boden oder in ein unbeheiztes Gewächshaus gepflanzt werden. Halten Sie die Pflanzen gut feucht und unkrautfrei. Geben Sie den kräftig rankenden Pflanzen eine stabile Rankhilfe.
Ab Mitte Mai, wenn keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, können die Samen direkt ins Freiland gesät werden. Wählen Sie einen sonnigen, geschützten Standort mit gut durchlässigem Boden. Säen Sie zwei Samen pro Pflanzstelle in einer Tiefe von 1½ - 2 cm und bedecken Sie diese mit Erde. Sobald die Sämlinge groß genug sind, werden sie vereinzelt, sodass nur die kräftigste Pflanze pro Stelle stehen bleibt. Halten Sie einen Pflanzabstand von 60 - 90 cm ein. Bewässern Sie die Pflanzen regelmäßig und halten Sie die Fläche unkrautfrei.
Kriechende Gurken sind kräftig wachsende Pflanzen, die viel Platz, Sonne, Wasser, Nährstoffe und Zeit benötigen, um sich optimal zu entwickeln. Arbeiten Sie etwa zwei Monate vor der Aussaat reichlich Kompost in den Boden ein. Geben Sie den Pflanzen eine stabile und hohe Rankhilfe. Ernten Sie die kleinen Gurken, indem Sie sie mit einem Messer von der Pflanze abschneiden. Regelmäßiges Ernten fördert die Bildung neuer Früchte. Sobald sich die ersten Gurken entwickeln, düngen Sie die Pflanzen wöchentlich mit flüssigem Tomatendünger. Geben Sie alle paar Tage reichlich Wasser und erhöhen Sie die Wassergaben bei Trockenheit.