Koreanische Minze auch Anis-Ysop oder Lakritz-Minze genannt, ist eine aromatische, winterharte Staude mit attraktiven hellvioletten bis violettblauen Blütenähren, die aus zahlreichen kleinen Einzelblüten bestehen. Die aufrechten Stängel tragen hell- bis dunkelgrüne, duftende Blätter mit einem milden Anis- und Lakritzgeschmack.
Die jungen Blätter und Blüten sind essbar und werden vor allem in der koreanischen Küche als Würze für Salate, Pfannkuchen, Suppen, Schmorgerichte und Fischgerichte verwendet. Aus frischen oder getrockneten Blättern lässt sich außerdem ein aromatischer Kräutertee mit feinem Anisgeschmack zubereiten. In der traditionellen Pflanzenheilkunde wird dieser Tee zur Förderung des Schwitzens bei beginnenden Erkältungen sowie zur Unterstützung der Verdauung verwendet. Die Koreanische Minze ist eine ausgezeichnete Bienenweide und lockt zahlreiche Bienen, Hummeln, Schmetterlinge, Schwebfliegen und andere nützliche Insekten an. Sie blüht von Juli bis September und erreicht je nach Standort und Sorte eine Höhe von 60 bis 100 cm. Diese mehrjährige Pflanze zieht im Herbst ein. Sie ist gut winterhart, verträgt jedoch nasse Winter nur schlecht. In Regionen mit viel Regen, Frost oder Schnee empfiehlt es sich, die Pflanze mit einer Schicht Laub oder Mulch zu schützen und für einen gut durchlässigen Boden zu sorgen. Koreanische Minze ist auch sehr beliebt bei Bienen, Schmetterlinge und andere nutzlichen Insekten. Koreanische Minze blüht von Juli bis September. Winterharte Staude. Höhe: 60 - 100 cm.
Innen säen: März - April
Außen säen: April - Mai
Entkeimen: 10 - 14 Tage
Keimtemperatur: 16 - 20 °C
Saattiefe: Oberflächlich - ½ cm
Pflanzabstand: 25 - 30 cm
Standort: sonnig
Blütezeit: Juli - September
Erntezeit: Juli - Oktober
Ab März kann die Koreanische Minze im Haus vorgezogen werden. Verwenden Sie hierfür Aussaatschalen oder Anzuchtplatten mit feiner Aussaaterde. Verteilen Sie die Samen gleichmäßig auf der angefeuchteten Erde und drücken Sie sie vorsichtig an. Bedecken Sie die Samen nur hauchdünn mit Erde oder Vermiculit, da die Koreanische Minze ein Lichtkeimer ist und Licht zum Keimen benötigt.
Decken Sie die Aussaatschale mit einem transparenten Deckel oder einer Folie ab, um eine hohe Luftfeuchtigkeit zu gewährleisten. Stellen Sie die Schale an einen hellen Ort ohne direkte Mittagssonne. Halten Sie die Temperatur möglichst konstant zwischen 16 und 20 °C. Besonders nachts sollte die Temperatur nicht zu stark absinken, da dies die Keimung verzögern kann. Halten Sie die Erde während der gesamten Keimzeit gleichmäßig feucht, vermeiden Sie jedoch Staunässe. Die Samen keimen in der Regel innerhalb von 10 bis 14 Tagen.
Entfernen Sie den Deckel oder die Folie sofort nach dem Auflaufen der Sämlinge, damit die jungen Pflanzen ausreichend Frischluft erhalten und Pilzkrankheiten vermieden werden. Sobald die Sämlinge mehrere echte Blätter entwickelt haben, können sie vorsichtig in einzelne Töpfe pikiert werden. Kultivieren Sie die Pflanzen anschließend an einem hellen und sonnigen Standort weiter.
Nach etwa sechs Wochen und sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, sollten die Pflanzen langsam abgehärtet werden, indem sie etwa eine Woche lang täglich etwas länger ins Freie gestellt werden. Anschließend können sie ins Freiland oder in größere Töpfe ausgepflanzt werden.
Ab Mitte April kann direkt an einem sonnigen, geschützten Standort ins Freiland gesät werden. Lockern Sie den Boden gründlich und entfernen Sie Unkraut. Säen Sie die Samen dünn aus und harken Sie sie nur leicht ein. Halten Sie den Boden bis zur Keimung gleichmäßig feucht. Sobald die Sämlinge groß genug sind, werden sie auf einen Abstand von 25 bis 30 cm vereinzelt. Dadurch erhalten die Pflanzen genügend Platz, um sich zu kräftigen Horsten zu entwickeln.
Die Koreanische Minze wächst am besten an einem sonnigen Standort in humusreichem, gut durchlässigem Boden. Sie verträgt kurze Trockenperioden, blüht jedoch deutlich reicher, wenn sie während längerer Trockenheit regelmäßig gegossen wird. Entfernen Sie verblühte Blütenstände regelmäßig, um die Blütezeit zu verlängern. Am Ende der Saison können einige Blütenstände stehen bleiben, da Vögel die reifen Samen gerne fressen. Im Herbst sterben die oberirdischen Pflanzenteile ab. Die Stängel können als Winterschutz stehen bleiben und werden erst im Frühjahr zurückgeschnitten. Obwohl die Koreanische Minze winterhart ist, empfiehlt sich in strengen Wintern oder auf feuchten Böden ein zusätzlicher Schutz aus Laub, Stroh oder Mulch. Von Juli bis Oktober können die Blätter und jungen blühenden Triebe regelmäßig geerntet werden. Die Blätter eignen sich sowohl frisch als auch getrocknet. Regelmäßiges Ernten fördert den Neuaustrieb. Die Koreanische Minze gehört zu den besten Nektarpflanzen für den Garten. Ihre Blüten ziehen zahlreiche Bienen, Hummeln, Schmetterlinge und andere nützliche Bestäuber an. Auch Vögel bedienen sich im Herbst gerne an den reifen Samen.