Die Indianerbanane wird auch Pawpaw und Amerikanische Pawpaw genannt, ist ein winterharter, mehrjähriger Obstbaum, der ursprünglich aus Nordamerika stammt. Sie gehört zur Familie der Annonengewächse (Annonaceae), wie auch die Soursop (Stachelannone), Ylang-Ylang und andere. Diese Familie besteht größtenteils aus tropischen Bäumen und Sträuchern. Innerhalb dieser Familie ist die Indianerbanane besonders, da sie die einzige Art ist, die gut an kalte Winter angepasst ist. In der Natur kommt die Indianerbanane in feuchten Laubwäldern und entlang von Flussufern im Osten der Vereinigten Staaten vor. Sie wächst zu einem kleinen Baum oder großen Strauch heran und erreicht eine Höhe von 300 - 1000 cm (3 - 10 Meter) sowie eine Breite von 200 - 500 cm (2 - 5 Meter). Sie wächst zunächst langsam, kann sich später jedoch über Wurzelausläufer ausbreiten. Am besten gedeiht sie in humusreicher, feuchter und gut durchlässiger Erde. Junge Pflanzen vertragen Halbschatten, ausgewachsene Bäume benötigen jedoch viel Sonne für eine gute Fruchtbildung. Die Pflanze ist gut winterhart, aber in der Jugend empfindlich.
Die dunkelvioletten bis kastanienbraunen Blüten werden von Fliegen und Käfern bestäubt. Für eine gute Fruchtbildung werden mehrere Pflanzen benötigt. Die ovalen bis bananenförmigen Früchte sind außen hellgrün. Das Innere ist hellgelb bis cremefarben. Das weiche, cremige Fruchtfleisch schmeckt nach einer Kombination aus Banane, Mango, Ananas und Vanille. Die Früchte werden hauptsächlich für Eis, Smoothies, Gebäck, Desserts und tropische Gerichte verwendet. Sie sind nur kurz haltbar, das Fruchtfleisch kann jedoch eingefroren werden. Die Indianerbanane ist eine Wirtspflanze für den Zebra-Schwalbenschwanz-Schmetterling. Die Sorte ist besonders interessant für Waldgärten und Liebhaber außergewöhnlicher Früchte, dank der Kombination aus Winterhärte, exotischem Geschmack und mehrjährigem Wachstum. Diese Kombination aus exotischem Geschmack, ökologischem Wert und Winterhärte macht die Pflanze einzigartig in unserem gemäßigten Klima (Niederlande und Belgien). Nicht immergrün. Winterharte Staude. Höhe: 300 - 1000 cm. Breite: 200 - 500 cm.
Stratifizieren: 90 - 120 Tage (3 - 4 Monate)
Innen säen: Dezember - März
Entkeimen: 28 - 84 Tage (4 - 12 Wochen)
Keimtemperatur: 20 - 25 °C
Saattiefe: 2 - 3 cm
Pflazabstand: 300 - 500 cm (3 - 5 Meter)
Standort: sonnig - geschützt - bißchen Schatten
Blütezeit: März - Mai
Erntezeit: August - Oktober
Gib diesen Samen eine verpflichtende Stratifizierungsperiode. Mische die Samen mit leicht feuchter Anzuchterde oder Vermiculit. Gib sie in einen verschlossenen Beutel oder Behälter. Lagere sie im Kühlschrank bei 2 - 5 °C. Lasse sie 90 - 120 Tage (3 - 4 Monate) stehen. Kontrolliere regelmäßig, ob die Mischung nicht austrocknet. Lasse die Samen anschließend langsam auf Raumtemperatur kommen.
Danach im Spätwinter bis frühen Frühling im Haus aussäen. Verwende tiefe Töpfe, gefüllt mit gut angefeuchteter Anzuchterde. Verwende luftige, humusreiche Blumenerde. Säe etwa 2–3 cm tief. Indianerbanane ist ein Dunkelkeimer. Die Samen keimen sehr langsam und unregelmäßig, daher ist Geduld wichtig. Die Keimzeit kann 28 - 84 Tage (4 - 12 Wochen) dauern, in manchen Fällen sogar länger. Gib nicht zu früh auf. Die Wurzel erscheint zuerst, danach erst das erste Blatt. Halte die Erde leicht feucht, aber nicht zu nass. Stelle die Pflanzen in den Halbschatten. Verwende tiefe Töpfe, um Wurzelschäden zu vermeiden.
Ab Mitte Mai, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, ins Freie pflanzen, an einen sehr sonnigen, geschützten Standort mit humusreicher, leicht saurer und gut durchlässiger Erde. Halte einen Abstand von 300 - 500 cm (3 - 5 Meter) zwischen den Pflanzen ein. Aufgrund der langen und tiefen Pfahlwurzel lässt sich Indianerbanane nur schwer verpflanzen. Für eine gute Fruchtbildung werden mindestens zwei verschiedene Pflanzen benötigt. Schütze junge Pflanzen vor Sonne und Trockenheit. Die Pflanze wächst vor allem am Anfang langsam. Setze sie direkt an ihren endgültigen Standort, da sie schlecht umgepflanzt werden kann. Mit viel Geduld entsteht schließlich ein winterharter Obstbaum mit tropisch schmeckenden Früchten.
Reife Indianerbananen erkennt man an ihrer gelbgrünen Farbe, der weichen Struktur und dem starken fruchtigen Duft. Manchmal fallen reife Früchte von selbst vom Baum. Die Früchte reifen nach der Ernte nicht gut nach, daher sollten sie geerntet werden, wenn sie fast reif sind oder sich selbst lösen. Die Blütezeit ist von März bis Mai und die Ernte von August bis Oktober. Essreife Früchte sind weich und aromatisch.