Grüner Portulak, auch Sommerportulak genannt, ist ein schnell wachsendes, einjähriges Blattgemüse, das seit Jahrhunderten wegen seiner saftigen, runden, fleischigen Blätter und kurzen, kräftigen Stängel angebaut wird. Die niedrig wachsenden Pflanzen bilden einen dichten Teppich aus frischem, grünem Laub und können bereits wenige Wochen nach der Aussaat geerntet werden. Dank seines schnellen Wachstums und der Möglichkeit, mehrfach zu ernten, eignet sich diese Sorte hervorragend für den Sommeranbau im Freiland.
Kulinarisch ist Grüner Portulak äußerst vielseitig. Die knackigen, saftigen Blätter besitzen einen frischen, leicht säuerlichen und dezent salzigen Geschmack. Junge Blätter schmecken roh hervorragend in Salaten und verleihen auch Sandwiches, Wraps und Smoothies eine frische Note. Kurz gedünstet oder gekocht kann Portulak wie Spinat zubereitet werden und eignet sich hervorragend für Stampfgerichte, Suppen, Pfannengerichte, Quiches und Omeletts. Er harmoniert ausgezeichnet mit Kartoffeln, Eiern, Butter, Sahne, Zwiebeln, Knoblauch, Speck, Räucherlachs sowie milden Käsesorten wie Ziegenkäse und Feta. Aufgrund seines hohen Wassergehalts genügt eine kurze Garzeit, um den frischen Geschmack und die knackige Struktur bestmöglich zu erhalten. Winterharte Einjährige. Höhe: 10 - 15 cm.
Außen säen: mi-Mai - mi-August
Außen säen unter Glass: mi-April - Ende August
Entkeimen: 3 - 7 Tage
Keimtemperatur: 18 - 22 °C
Saattiefe: Oberflächlich
Pflanzabstand: 12 cm
Abstand zwischen die Reihen: 15 cm
Standort: sonnig - geschützt
Tage bis Ernte: 35 - 45 Tage
Portulak wird ausschließlich direkt ins Freiland oder gegebenenfalls unter Glas ausgesät. Im Freiland kann von Mitte Mai bis Mitte August gesät werden. Unter Glas ist eine Aussaat bereits ab Mitte April möglich. Da Portulak empfindlich auf Kälte reagiert, sollte nur in ausreichend erwärmten und gut angefeuchteten Boden gesät werden.
Die ideale Keimtemperatur liegt zwischen 18 und 22 °C. Die Keimung dauert je nach Luft- und Bodentemperatur etwa 3 bis 7 Tage. Das Saatgut von Portulak ist sehr fein und lässt sich nur schwer gleichmäßig aussäen. Deshalb wird es häufig mit trockenem, feinem Sand vermischt. Dadurch wird eine dünne Aussaat erleichtert und verhindert, dass die Pflanzen zu dicht auflaufen. Dies verringert insbesondere das Risiko von Pilzkrankheiten wie der Umfallkrankheit. Säen Sie die Samen oberflächlich in gut gelockerten, feuchten und gut durchlässigen Boden an einem sonnigen und geschützten Standort. Bedecken Sie die Samen nicht mit Erde, da Portulak ein Lichtkeimer ist. Zum Schutz der Samen kann das Saatbeet mit angefeuchteten Jutetüchern oder perforierter Folie abgedeckt werden. Entfernen Sie die Abdeckung, sobald die Keimung deutlich einsetzt. Dies erkennen Sie an einem rötlichen Schimmer, der unter dem Jutetuch oder der Folie sichtbar wird. Wird die Abdeckung nicht rechtzeitig entfernt, entwickeln sich die Keimlinge lang und schwach.
Portulak kann in Reihen mit einem Abstand von etwa 15 cm ausgesät werden. Halten Sie einen Pflanzabstand von mindestens 12 cm ein. Auch eine breitwürfige Aussaat ist möglich, sofern die Pflanzen nicht zu dicht stehen. Verwenden Sie dabei etwa 5 Gramm Saatgut pro Quadratmeter. Stehen die Keimlinge zu dicht, sollten sie auf 12 cm vereinzelt werden. Sobald die jungen Pflanzen aufgelaufen sind, sollte nur sparsam gegossen werden. Da Portulak eine sukkulente Pflanze ist, speichert er Wasser in seinen Blättern und Stängeln. Selbst in Trockenperioden ist nur wenig Wasser erforderlich. Portulak wächst sehr schnell und kann bereits 5 bis 6 Wochen nach der Aussaat geerntet werden, wenn die Pflanzen etwa 12 bis 15 cm hoch sind. Schneiden Sie die Pflanzen knapp über dem Boden ab, sodass ein Teil der Stängel, die Wurzeln und einige Blätter erhalten bleiben. Dadurch erhöht sich die Wahrscheinlichkeit eines erneuten Austriebs. Nach etwa 4 Wochen ist häufig eine zweite, etwas kleinere Ernte möglich.
Portulak ist nur begrenzt haltbar und sollte möglichst direkt nach der Ernte verzehrt werden. Durch eine Nachsaat kleiner Mengen im Abstand von etwa 4 Wochen bis Mitte August kann die Erntezeit verlängert werden. Sinken die Temperaturen unter 10 °C, beginnt Portulak rasch zu schossen und Samen zu bilden. Nach den ersten Nachtfrösten sterben die Pflanzen nach und nach ab.