Kopfsalat Meikönigin ist eine klassische, historische Salatsorte, die nicht nur für ihr schnelles Wachstum im Frühjahr, sondern auch für ihren hervorragenden Geschmack geschätzt wird. Die großen, dunkelgrünen Köpfe mit ihren dekorativ rötlich gefärbten Blatträndern und dem bronzefarbenen Herz sind sowohl im Gemüsegarten als auch auf dem Teller ein echter Blickfang. Die Blätter sind besonders zart, saftig und butterweich und besitzen ein mildes, leicht süßliches Aroma mit einer feinen, frischen Note. Dank seines ausgewogenen Geschmacks ist Meikönigin in der Küche ausgesprochen vielseitig. Besonders gut eignet sie sich für frische Frühlingssalate, kombiniert mit Radieschen, Gurken, jungem Spinat, frischen Kräutern, Ei, Ziegenkäse oder Räucherlachs. Ein einfaches Dressing aus Olivenöl, Zitronensaft oder Weißweinessig mit einem Hauch Senf bringt den feinen Geschmack besonders gut zur Geltung.
Auch in warmen Gerichten überzeugt Meikönigin. Geben Sie die Blätter erst kurz vor Ende der Garzeit in eine cremige Salatsuppe oder leichte Gemüsesuppe, damit sie nur leicht zusammenfallen und ihr frisches Aroma bewahren. Die zarten Blätter schmecken außerdem hervorragend auf Sandwiches, in Wraps oder als frische Garnitur auf Burgern. Dieser Salat eignet sich zudem hervorragend als Grundlage für klassische Kartoffelsalate, Nudelsalate oder Fleischsalate. Die weichen Blätter harmonieren ausgezeichnet mit cremigen Zutaten, ohne ihren feinen Eigengeschmack zu verlieren. Die großen Blätter lassen sich außerdem als gesunde Salat-Wraps verwenden, gefüllt mit Hähnchen, Räucherlachs, Tofu, Hummus oder gegrilltem Gemüse. Auch als festliche Vorspeise, gefüllt mit einem frischen Salat oder Kräuterfrischkäse, sind sie eine ausgezeichnete Wahl. Für den besten Geschmack sollten die Salatköpfe geerntet werden, sobald sie vollständig geschlossen und fest ausgebildet sind. Junge Köpfe sind besonders zart und saftig. Da Meikönigin empfindlich auf Wärme reagiert und schnell schießt, sollte sie rechtzeitig geerntet werden, vorzugsweise zwischen Mitte und Ende Mai. Nach der Ernte bleibt der Salat im Kühlschrank noch einige Tage frisch, schmeckt jedoch am besten, wenn er möglichst frisch verzehrt wird. Mit ihren butterzarten Blättern, dem mild-süßlichen Geschmack und ihrer dekorativen Erscheinung ist Kopfsalat Meikönigin eine ausgezeichnete Wahl für Liebhaber klassischer Frühlingsgemüse. Diese historische Sorte beweist, dass ein einfacher Kopfsalat weit mehr sein kann als nur eine Beilage und sowohl in kalten als auch in warmen Gerichten hervorragend zur Geltung kommt. Nicht winterharte Einjährige.
Innen säen: ende Februar - Anfang März
Entkeimen: 5 - 10 Tage
Keimtemperatur: 10 - 18 °C
Saattiefe: ½ cm
Pflanzabstand: 25 - 35 cm
Standort: sonnig
Tage bis Ernte: 60 - 65 Tage
Erntezeit: mi- - ende Mai
Säen Sie ab Ende Februar im Haus aus. Verwenden Sie einzelne Töpfe mit Anzuchterde oder Torftöpfe, die später zusammen mit den Jungpflanzen direkt ins Freiland gesetzt werden können. Säen Sie pro Topf ein bis zwei Samen aus. Bedecken Sie die Samen nur mit einer sehr dünnen Schicht Anzuchterde, da Kopfsalat ein Lichtkeimer ist. Stellen Sie die Töpfe in ein Zimmergewächshaus oder einen Anzuchtkasten mit Deckel, damit die Feuchtigkeit gut erhalten bleibt. Halten Sie die Erde gleichmäßig feucht, jedoch nicht zu nass, um Fäulnis zu vermeiden. Achten Sie auf eine möglichst konstante Temperatur und vermeiden Sie starke Temperaturabfälle während der Nacht. Vereinzeln Sie die Sämlinge nach 2 - 3 Wochen, sodass nur die kräftigste Pflanze pro Topf stehen bleibt.
Ab Anfang April können die Jungpflanzen zum Abhärten in ein Frühbeet oder einen unbeheizten Folientunnel gestellt werden. Das Abhärten dauert etwa 10 - 14 Tage. Anschließend können die Pflanzen ab Mitte April bis Anfang Mai, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind, an einen sonnigen Standort ins Freiland ausgepflanzt werden. Wählen Sie einen Platz mit gut wasserspeicherndem Boden, der nicht frisch gedüngt wurde, aber dennoch ausreichend Nährstoffe enthält. Gießen Sie regelmäßig und lassen Sie den Boden niemals austrocknen.
Schnecken und Blattläuse können den Salat befallen und sollten rechtzeitig bekämpft werden. Diese Sorte neigt zudem besonders zum Schossen. Dies lässt sich weitgehend vermeiden, indem der Boden gleichmäßig feucht gehalten wird, die Pflanzen ausreichend Abstand haben, damit sich kräftige Köpfe entwickeln können, und der Salat rechtzeitig geerntet wird.