Der Brandkraut stammt ursprünglich aus der Türkei. Er wird auch als Etagen-Brandkraut, Russeliana Brandkraut und Phlomis bezeichnet. Brandkraut gehört zur Familie der Lippenblütler (Lamiaceae), zu der unter anderem gehören: Ballote, Bienenbalsam, Taubnessel, Lavendel, Katzenminze, Minze, Majoran, Brunelle, Basilikum, Salbei, Bohnenkraut, Glidkraut, Andorn, Gamander, Thymian, Stein-Thymian, Zitronenmelisse, Ziernessel und Oregano. Diese Pflanze ist leicht an ihrer etagenartigen Blüte zu erkennen, bei der die Blüten in Kränzen (Etagen) um den Stängel wachsen. Brandkraut ist eine auffällige, mehrjährige Pflanze, die sofort Struktur in den Garten bringt. Im Sommer zieht sie Aufmerksamkeit auf sich, im Winter ist sie aufgrund ihrer charakteristischen Samenstände besonders dekorativ. Die Blüten sind hellgelb bis kräftig gelb, die Blätter grün bis grau-grün. Die herzförmigen Blätter sind leicht behaart. Brandkraut liebt die Sonne, fühlt sich in gut durchlässigen, eher trockenen Böden am wohlsten und benötigt nur wenig Pflege. Er ist robust, winterhart und trockenresistent, was ihn ideal für moderne, natürliche oder mediterrane Gärten macht.Brandkraut gedeiht am besten in einem sonnigen, offenen Garten mit gut durchlässigem Boden. Er verträgt trockene bis mäßig feuchte, nährstoffarme oder steinige Böden, ist aber empfindlich gegenüber längeren nassen Perioden. Diese winterharte Pflanze kann Temperaturen bis etwa -20 °C aushalten und behält im Winter oft ihr Laub. Brandkraut ist sehr pflegeleicht: Er ist kaum anfällig für Krankheiten, benötigt nur leichte Düngung im Frühjahr und Wasser nur bei längerer Trockenheit. Für ein gepflegtes Erscheinungsbild können im Frühjahr alte Stängel entfernt und nach der Blüte ggf. zurückgeschnitten werden. Brandkraut ist ein echter Allrounder im Garten und wirkt in nahezu jedem Stil als auffällige Strukturpflanze. In einem natürlichen Präriebeet sticht er zwischen luftigen Gräsern, violetten Sonnenhüten und warmgelben Rudbeckien hervor, wodurch Bewegung und Dynamik entstehen. Für einen trockenen oder mediterranen Garten passt er perfekt zu Lavendel, Salbei, Heiligenblumen und Mittagsblumen; zusammen erzeugen sie eine harmonische Kombination aus Gelb, Violett und Silber an einem sonnigen, warmen Standort. In einem modernen, klar strukturierten Beet kommt die architektonische Form des Brandklees besonders gut zur Geltung, vor allem in Kombination mit vertikalen Akzenten wie Veronicastrum, kugelförmigen Alliumblüten oder niedrigen blauen Katzenminzenwolken. Für einen romantischen oder Cottage-Garten kombiniert man ihn mit Frauenmantel, Storchschnabel, Fingerhut und Schafgarbe, sodass stabile Struktur und Verspieltheit aufeinandertreffen. Selbst nach der Blüte bleibt er interessant, besonders neben Fetthennen, Ziergräsern und Kratzdisteln, die im Herbst und Winter schöne Silhouetten bilden.
Für den besten Effekt sollte Brandklee in Gruppen von drei bis fünf Pflanzen gesetzt werden und genügend Platz haben, um zu wachsen. Durch die Kombination luftiger, vertikaler und trockenheitsliebender Pflanzen und die Wiederholung von Farben wie Gelb, Violett und Blau entsteht ein lebendiges, optisch attraktives und pflegeleichtes Beet, Saison für Saison. So entsteht ein Garten, der das ganze Jahr über interessant bleibt. Brandklee ist wintergrün. Die verblühten Blütenstände bleiben im Winter stehen und sind sehr dekorativ. Außerdem ziehen diese Samenkapseln Vögel an, die die Samen gerne fressen. Brandklee ist äußerst attraktiv für Bienen, Schmetterlinge, Hummeln, Vögel, Schwebfliegen und andere nützliche Insekten.
Blütezeit: Juni bis August. Winterharte mehrjährige Pflanze. Höhe: 75–120 cm. Breite: 50–100 cm.
Vorquellen: 12 Stunden
Innen säen: Februar - März
Außen säen: halb April - Mai
Entkeimen: 14 - 28 Tage
Keimtemperatur: 20 - 22 °C
Saattiefe: oberflächlich - 3 mm
Pflanzabstand: 50 - 70 cm
Standort: sonnig und gut Wasserdürchlässend
Blütezeit: Juni - August
Bevor Sie mit dem Säen beginnen, ist es hilfreich, die Samen 12 Stunden lang in lauwarmem Wasser einzuweichen. Auch eine kurze Lagerung im Kühlschrank (7 - 10 Tage) kann die Keimung beschleunigen. Verwenden Sie gut durchlässige und lockere Erde. Säen Sie in Trays, die mit feuchter Blumenerde gefüllt sind. Säen Sie die Samen oberflächlich und bedecken Sie sie leicht mit gesiebter Erde, da Brandkraut Lichtkeimer sind. Halten Sie die Erde feucht, aber nicht zu nass. Die ideale Keimtemperatur für Brandkraut liegt zwischen 20 - 22 °C. Die Keimung kann je nach Temperatur, Licht und Frische der Samen 14 - 28 Tage dauern. Haben Sie Geduld. Sobald die Sämlinge groß genug zum Umgang sind, setzen Sie sie in einzelne Töpfe um. Ab Anfang Mai können sie tagsüber für 10 - 14 Tage ins Freie gestellt werden, um abgehärtet zu werden. Danach können sie an einem sonnigen, gut durchlässigen Standort gepflanzt werden. Halten Sie einen Abstand von 50 - 70 cm ein und sorgen Sie für feuchte, unkrautfreie Erde.
Die Aussaat im Freien kann ab Mitte April erfolgen, sobald keine Nachtfröste mehr zu erwarten sind. Säen Sie oberflächlich und drücken Sie die Samen vorsichtig an. Halten Sie die Erde leicht feucht, aber nicht zu nass, da Brandklee sehr empfindlich auf Staunässe reagiert. Halten Sie einen Abstand von 50 - 70 cm ein. Vereinzeln Sie die jungen Pflanzen, sobald sie groß genug sind, um sie zu handhaben. Gießen Sie die Pflanzen in den ersten Wochen regelmäßig, bis sie gut verwurzelt sind. Brandklee ist sehr pflegeleicht, immergrün und im Winter äußerst dekorativ.